Island - Feuer und Eis

 

 

 

Das Land aus Feuer und Eis…passender könnte man Island wirklich nicht benennen. Das Land der Gegensätze hat so einiges zu bieten, das durfte ich jetzt hautnah erleben.

Nachdem wir in Keflavik gelandet sind und unser Mietauto gecheckt haben, geht es zu unserem Guesthouse nach Hafnarfjördur, welches wir gleich ohne Schwierigkeiten finden können.  Da es schon recht spät ist, machen wir nur noch einen kleinen Spaziergang in der Umgebung…was mir auffällt: Fast Food Restaurants sind hier anscheinend der Renner UND natürlich ist es richtig kalt!! Warum mich das überrascht? Das weiß ich selbst nicht so genau…Aber der eisige Wind, der hier ständig weht, fährt so richtig in die Knochen. Für mich als Sonnenanbeterin und Sommerkind wird diese Woche wohl eine Herausforderung.

Erledigt von der Anreise geht es für mich heute auch schon früh ins Bett.

Am nächsten Tag fahren wir mit Sonnenschein los zum „Golden Circle“. Erster Halt: Der Thingvellir National Park, wo wir mit einem grandiosen Ausblick belohnt werden. Neben einer gigantischen langen Mauer (die irgendwie an die Mauer von Game of Thrones erinnert), einer alten Kirche aus der Wikinger Zeit und einem Wasserfall, können wir auch die Sifra-Spalte (wo zwei Kontinentalplatten aufeinandertreffen) bewundern. Nach der Erkundung führt uns der Weg weiter zum Geysir Strokkur und zum Gullfoss Wasserfall. Bis auf ca. 5€ für den Parkplatz beim Nationalpark brauchen wir übrigens nichts – die Eintritte sind zu unserer Überraschung alle gratis.

I’M SO EXCITED – der Abend steht sozusagen in grünem Licht! Auf zu unserer Nordlichter Tour! Leider war auf unserem Voucher die Abholzeit falsch vermerkt und so frieren wir eine Stunde lang draußen, bevor wir vom Minibus endlich erlöst werden. Aber wir haben Glück und werden mit sichtbaren Nordlichtern entschädigt. Mit freiem Auge sieht es eher aus wie umherwandernde Nebelschwaden…durch die Kamera allerdings kommt das Grün richtig zur Geltung. Endlich kann ich das von meiner (endlosen) „Bucket List“ streichen!

Richtung Südosten verschlägt es uns heute, am dritten Tag in Island. Wir machen Halt im Tal Reykjadalur, wo wir umgeben von heißen Quellen etwas wandern gehen. Dann geht es gleich schon wieder weiter und drei Wasserfälle und einige Kilometer später kommen wir am südlichsten Punkt Islands an und fahren auf einer Schotterstraße bergauf zum Aussichtspunkt Dyrholaey. Was uns dort erwartet: Der stärkste Wind, den ich in meinem ganzen Leben erfahren habe und eine grandiose Aussicht übers Meer und tiefschwarze Strände. Der Wind treibt uns bald wieder zurück ins Auto und weiter geht die Fahrt, zurück Richtung Westen mit einem weiteren Stopp beim Kerid Krater, in dem das Wasser noch halb gefroren ist.

Neuer Tag, neues Glück! Um heute mal etwas weniger im Auto zu sitzen, verbringen wir den Vormittag auf der Reykjanes Halbinsel, wo unser erster Stopp in Grindavik ist: Ein verschlafenes kleines Fischerdorf etwa 45 Minuten von Reykjavik entfernt. Auf unserem Rückweg fahren wir durch das Geothermalgebiet Krysuvik und wieder einmal verschlägt uns die Gegend die Sprache. Eine Vulkanlandschaft erstreckt sich vor uns, links und rechts, auf den endlosen Straßen, auf denen wir gefühlt allein unterwegs sind. Einziger Nachteil…der Duft von faulen Eiern liegt in der Luft! Aber das nehmen wir gerne in Kauf.

 

Am Nachmittag haben wir Zeit, die Hauptstadt Reykjavik zu erkunden. Wir buchten eine Stadtführung – kostenlos, bzw. gegen Trinkgeld, man gibt einfach so viel man möchte…wer behauptet, Island muss immer teuer sein? Bunte Häuser, nette Menschen, gutes Bier, traumhaftes Wetter…was will man mehr? Es gibt übrigens eine App für Smartphones, die heißt „Appy Hour“ und zeigt an in welchen Lokalen gerade – richtig geraten – eine Happy Hour stattfindet.

Ein Highlight jagt das nächste auf unserem Island Trip. Am nächsten Morgen heißt es für uns wieder einmal ab ins Auto und ab Richtung Norden, auf die Halbinsel Snaefellsnes. In den Tagen zuvor konnte ich ein paar Insidertipps sammeln, und so haben wir ein straffes Programm mit coolen Stopps vor uns. Hier ein paar Eindrücke von der schönen Gegend:

Ich muss gestehen, von der ganzen Woche ist das jetzt schon mein Lieblingstag… Der Berg Kirkjufell und der Wasserfall gegenüber von ihm sind eines meiner Top-Highlights in Island!

Um den nächsten Tag etwas entspannter anzugehen, verbringen wir den ganzen Tag in Reykjavik. Da uns die Stadt schon beim ersten Besuch begeistert hat, können wir uns ohne Probleme einen weiteren Tag dort aufhalten. Nachdem wir uns den Leuchtturm Grótta angeschaut haben, der nur bei Ebbe zu erreichen ist, verbringen wir noch einige Zeit in dem Museum Perlan – Wonders of Iceland. Ich muss gestehen, ich gehöre nicht zu der Sorte Mensch, die gerne Museen besucht, aber dieses hier…WOW – kann ich euch wirklich nur wärmstens empfehlen. Zwar nicht wirklich billig, aber unglaublich cool gemacht mit Technologien, die ich bei uns so noch nie gesehen habe. Und vom obersten Stock hat man eine großartige Aussicht über die Stadt!

Und schon ist die Woche fast wieder vorbei, unser letzter Tag bricht an. Wir verbringen ihn so sinnvoll wie möglich und gönnen uns einen weiteren Roadtrip, diesmal Richtung Norden zu den Westfjorden. Wir können leider nur einen ungefähren Einblick erhalten, da die Fahrt dorthin eine Weile dauert. Aber die Einblicke, die wir bekommen…naja, überzeugt euch selbst:

Wir haben dort übrigens unter anderem ein altes Hexenhaus zu sehen bekommen (Schockeffekt garantiert!) :

Unsere Reise neigt sich dem Ende zu, und am Morgen danach heißt es für uns schon wieder Rucksack packen und ab zum Flughafen. Tschüss Island, wir sehen uns bestimmt irgendwann wieder!

Mein persönliches Fazit:

Es ist unglaublich, wie vielseitig Island ist – Vulkanlandschaften, Wasserfälle, der Farbenmix aus eisblauem Wasser, Schnee, schwarzer Erde und beginnenden grünen Flächen…ich kann mir nur ungefähr ausmalen, wie wunderschön die Landschaft hier im Sommer sein muss… dazu kommt noch die wirklich süße Stadt Reykjavik, die sich eher anfühlt wie ein Dorf, zumindest in der Nebensaison, mit vielen Pubs und trendigen Restaurants. Meine Begeisterung findet kein Ende, aber man soll ja bekanntlich aufhören wenn’s am schönsten ist!

 

 
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