Fango – Massage und Behandlung in Abano und Montegrotto

Seit über 2000 Jahren sind Abano & Montegrotto für ihre Thermalbäder bekannt. Kein Wunder also, dass hier das älteste Thermalzentrum Europas liegt. Im Laufe der Zeit hat man sich hier auf die Fango Therapie, Massage und Behandlung spezialisiert.

Diese Methode kann nur von geschultem Personal, sogenannten Fango-Therapeuten durchgeführt werden. Diese Wärmetherapie hilft gegen mehrere Beschwerden und wirkt entzündungshemmend. Was genau Fango ist und wie es funktioniert, liest du in diesem Blogbeitrag.

Was ist Fango?

Fango ist heißer, geruchloser, Mineralschlamm aus Vulkangestein (Tonerde). Gemischt mit Wasser wird das vulkanische Gesteinspulver zum bekannten heilenden Schlamm.

Die Fango-Anwendung betrifft hauptsächlich die Bereiche Wellness und Gesundheit. In Abano und Montegrotto stehen Fango-Kuren am Tagesprogramm und erfreuen sich großer Beliebtheit. Falls du dich schon einmal gefragt hast, wie das italienische Wundermittel hergestellt wird, lese hier weiter.

Fangoschlamm Herstellung

Fangoschlamm Herstellung

Die Fangoschlamm Herstellung benötigt einige Wochen. Bis zu 14 Tage wird dieses Mineralgestein in Pulverform in Becken gelagert, wobei es ständig in direktem Kontakt mit Thermalwasser, Sonnenlicht und Luft ist. Bei diesem Vorgang entstehen Algen, die die heilenden Stoffe erzeugen.

Das Fango braucht in etwa zwei Monate, um zu reifen. In speziellen Öfen erhitzt man die feste Masse dann auf ca. 60-70 Grad Celsius. Danach wird der Heilschlamm in sogenannte Fangopackungen für die Fango-Behandlung bereitgestellt.

Orangischer Fango oder anorganischer Fango?

Grundsätzlich wird zwischen organischen Fango und anorganischen Fango unterschieden. Organischer Fango besteht aus Thermalwasser, Ton oder Lehm, Algen und Mikrooganismen. Dieser wird für mehrere Monate in einem Becken gereift.

Das Besondere ist, dass der organische Fango nach einer Anwendung den Reifeprozess erneut durchlaufen und somit erneut angewendet werden kann. 

Der anorganische Fango wird aus Vulkangestein zerrieben und lediglich mit Thermalwasser zu Schlamm verarbeitet. Diese Wärmepackung kann nur einmal verwendet werden und muss anschließend recycelt werden.

Fangotherapie – Anwendung und Wirkung

Zur Therapie gießt man den Fango auf eine Plastikfolie zirka zwei Zentimeter dick aus und lässt ihn dann auf etwa 42 bis 45 Grad Celsius abkühlen. Bei dieser Temperatur kann der Schlamm dann auf die betroffene Körperstelle aufgetragen werden. Die Wärmeanwendung des Fangos ist sehr entspannend und wird auch oft bei therapeutischen Zwecken angewendet.

Danach wird man für ca. 20 – 40 Minuten in eine Wolldecke oder ein Leinentuch eingewickelt. Nach Ablauf der Zeit wird der Schlamm abgespült. Anschließend nimmt man noch ein Thermalbad bei etwa 38 Grad für ca. 10 Minuten.

Die Wirkung der Fango-Kur beinhaltet einerseits die Lockerung tiefliegender Verspannungen durch die gespeicherte Wärme im Schlamm, andererseits helfen die vulkanischen Mineralien der Haut sich zu regenerieren.

Wie genau funktioniert das?

Durch Transpiration erweitern sich die Gefäße im Körper, was zu einer besseren Durchblutung der Haut, des Bindegewebes und der Muskulatur führt. Durch diesen Prozess wird auch der Stoffwechsel angeregt. Und natürlich nicht zu vergessen: Durch entspannte Muskulatur werden natürlich auch auftretende Schmerzen gelindert!

Tipp: Besonders effektiv ist die Schlammtherapie übrigens nach einer Massage vom Physio oder Masseur. Doch Vorsicht, die Fango-Kur kann auch negative Auswirkungen haben, bzw. ist sie aufgrund der hohen Temperaturen nicht für jeden Menschen geeignet.

Bitte sprich vor der Behandlung mit deinem Arzt, um abzuklären, ob eine Fango-Kur in deinem Fall sinnvoll ist! Die Wellnesshotels in Abano und Montegrotto bieten diesbezüglich auch professionelle Hilfe und Auskunft an. Eine kurze Übersicht der heilsamen Wirkungen bzw. wann du lieber nicht zu dieser Kur greifen solltest, findest du hier:

Fangos heilsame Wirkung bei

  • Rückenschmerzen allgemein
  • Schulter- und Nackenschmerzen
  • Wirbelsäulenerkrankungen
  • Muskelverspannungen / Muskelverhärtungen
  • Sportverletzungen
  • Arthrose
  • Rheuma und rheumatische Gelenkerkrankungen
  • Hexenschuss
  • Ischias
  • Neurodermitis
  • Leberbeschwerden
  • Gallenkoliken
  • Harnwegserkrankungen
  • Akne
  • Schuppenflechte
  • Ekzeme
  • Menstruationsbeschwerden
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates 

Fango-Therapie ist nicht zu empfehlen bei

  • Akuten Entzündungen
  • Herzerkrankungen
  • Infektionen
  • Durchblutungsstörungen
  • Ödemen
  • Bluthochdruck
  • Thrombose

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