Freizeitspaß im Wasserpark Caribe Bay – ein Tag im Aqualandia Jesolo

Freizeitspaß im Wasserpark Caribe Bay – ein Tag im Aqualandia Jesolo

Die Arbeit als Reiseberaterin kann ziemlich actionreich sein – dann nämlich etwa, wenn es darum geht, einen der größten Aquaparks Italiens auszuprobieren: das frühere Aqualandia in Jesolo! Der Wasserthemenpark in der italienischen Region Venetien wurde 2019 umbenannt in Caribe Bay, zählt aber nach wie vor zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten bei einem Urlaub in Lido di Jesolo und ist auch heute noch bei vielen als Aqualandia bekannt.

Für mich war das Grund genug, um einen ganzen Tag lang Wasserrutschen hinunterzujagen, Piraten von der Planke zu springen und im Schatten von Palmen waschechtes Karibik-Feeling zu erleben. Und eines gleich vorweg – langweilig war der Tag nicht!

Mit dem Bus in die Karibik – ankommen im Caribe Bay (Aqualandia)

In Lido di Jesolo, genauer gesagt in der via Michelangelo Buonarroti 15, erwartet mich ein Tag wie auf einer Südseeinsel, denn heute mache ich einen Ausflug in den Water Park Caribe Bay, der auch als Aqualandia bekannt ist. Von meinem Hotel in Lido di Jesolo aus ist es nicht weit bis zum Eingang des Wasserparks, der aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ideal erreichbar ist – etwa von Cavallino oder Caorle aus, aber auch von Venedig.

An der Warteschlange am Eingang gehe ich einfach vorbei – meine Eintrittskarte habe ich mir online schon vorab besorgt (€ 36,- war der Eintrittspreis) –, betrete direkt das Parkgelände und … staune nicht schlecht! In alle Himmelsrichtungen führen unterschiedliche Pfade zu einer Attraktion nach der anderen.

Zum Glück habe ich mir schon meine Gedanken gemacht, wohin es als Erstes gehen soll, denn bei den 80.000 Quadratmetern, über die sich der Vergnügungspark erstreckt, sowie den mehreren Themenbereichen kann man schon einmal den Überblick verlieren.

Mit dem Bus in die Karibik – ankommen im Caribe Bay (Aqualandia)

Lichte Höhen – rasante Abfahrt: Captain Spacemaker

Ich habe beschlossen, gleich mit vollem Tempo loszulegen und mir schon zu Beginn den ultimativen Adrenalin-Kick zu holen – und wie ginge das besser, als die höchste Wasserrutsche Europas hinunterzubrettern?

Ich mische mich also unter die anderen Besucher und begebe mich auf die stolze Höhe von 42 Meter, zum Startpunkt der Captain Spacemaker. Dort steige ich mit drei anderen Wasserratten in das Schlauchboot. Ich schaue den Abgrund hinunter. Etwas flau im Magen wird mir dabei schon. Die Dame hinter mir im Boot tippt mir auf die Schulter. Gleich sei es so weit, meint sie.

Lichte Höhen – rasante Abfahrt: Captain Spacemaker

Dann geht’s auch schon los – oder besser gesagt hinab, und zwar rasend schnell: Bei einem Gefälle von 60 Grad donnern wir die Wasserrutsche mit bis zu 100 km/h hinunter – ich sitze ganz vorne im Boot, der Fahrtwind peitscht mir ins Gesicht und verschlägt mir fast den Atem. Das Gefühl vom freien Fall ist wunderbar, wird dann aber jäh unterbrochen, als sich unser Boot dem Auffangbecken nähert und die Steigung abzunehmen beginnt. Es rauscht und zischt, Wasser spritzt in alle Richtungen, und schon treiben wir nur mehr gemächlich im Becken. Mit einem Lächeln steige ich wieder aus dem Boot; ich sehe die Dame, die hinter mir gesessen hat. Sie wirkt sichtlich erleichtert, die wilde Fahrt überstanden zu haben, und winkt freundlich zum Abschied.

Der Adrenalinrausch hat mich gepackt

Nach der Fahrt auf der Captain Spacemaker will ich nachlegen. Also gehe ich entschlossenen Schrittes gleich weiter zu den Scary Falls. Der Name ist bezeichnend, denn hier ist es nicht nur die Geschwindigkeit, die die Rutschpartie so aufregend macht. Obendrein gibt es einen dunklen Tunnel, durch den man zu zweit ein Gefälle von bis zu 60 Grad hinunterjagt. Sobald einen die Dunkelheit schließlich wieder freigibt, ist die Fahrt auch gleich schon zu Ende – neuerlich mit einem lauten, aber sanften Ankommen im Auffangbecken.

Wieder im Trockenen angekommen, beschließe ich, vom Element Wasser in die Luft zu wechseln, und so nutze ich eine der vielen Umkleidekabinen, um mich anschließend zur „Tibetanischen Brücke” aufzumachen. Auf dem Weg dorthin wage ich einen kurzen Abstecher ins „Pier89”, wo ich mir einen leckeren Fruchtsaft gönne. Der soll eine kleine Stärkung sein für die Herausforderung, die mir noch bevorsteht.

An der Attraktion angekommen, heißt es auch gleich schon wieder: aufwärts! Erst werde ich natürlich kurz eingeschult und gesichert, bevor ich dann die 20 Meter hinauf auf den Turm klettere, von dem aus sich eine Hängebrücke spannt.

Schon ein besonderes Gefühl, nicht mehr als ein paar Seile um sich herum zu haben, während man hoch oben in der Luft das Parkgelände überblickt und der Wind einen zum Schwanken bringt. Von hier aus sehe ich auch den Turm fürs Bungee Jumping – es ist der höchste freistehende Turm dieser Art in Europa, mit einer Fallhöhe von 60 Metern.

Die Qual der Wahl

In dem Moment, in dem ich wieder festen Boden unter den Füßen habe, packt mich der Hunger. Ich lege also eine kleine Mittagspause ein und überlege, in welches Bistro es mich zieht – davon gibt es in Caribe Bay nämlich reichlich.

Ich entscheide mich für das Chiringuito. Das liegt nämlich auf dem Weg zur Shark Bay, wo ich es mir nach dem Mittagessen gemütlich machen werde. Zuvor aber genieße ich die knusprige Pizza Margherita, während ich zu stimmungsvoller Musik den Menschen um mich herum zusehe, wie sie – ebenso wie ich – den Tag im Caribe Bay in vollen Zügen genießen. Eine junge Familie mit zwei Kindern geht an mir vorbei: Ich vermute, dass sie auf dem Weg in die Pirate Bay sind. Denn hier im ehemaligen Aqualandia Jesolo gibt es nicht nur für Erwachsene den ultimativen Adrenalin-Kick; auch Kinder kommen dank der eigens für sie geschaffenen Attraktionen voll auf ihre Kosten.

Die Qual der Wahl: Gastronomie im Caribe Bay

Vorerst aber bleibe ich bei meiner Pizza. Daneben durchstöbere ich die Website von Caribe Bay, um mir das Programm an Live-Shows anzusehen, aber auch um nochmal die einzelnen Maßnahmen durchzulesen, die der Park in Sachen Klima- und Umweltschutz ergreift. Denn das Caribe Bay ist nicht nur mehrere Male zum besten Aquapark Italiens erklärt worden; obendrein hat sich der Park hohe Nachhaltigkeitsziele gesteckt und unterstützt Kompensationsprojekte, um den eigenen CO2-Ausstoß zu neutralisieren.

Relaxen unter Palmen in der Shark Bay

Nach dem Essen soll man es ja bekanntlich etwas ruhiger angehen lassen. Deshalb gehe ich die wenigen Schritte bis zur Shark Bay, wo ich mich so richtig wie auf einer Karibik-Insel fühle. „Wie passend, dass der Partnerstrand der Shark Bay die Playa Sisal in Mexiko ist”, denke ich mir, während ich es mir auf einer großzügigen Sonnenliege, umgeben von Sand, Palmen und Musik gemütlich mache.

Relaxen unter Palmen in der Shark Bay

Ich genieße das wunderbare Wetter heute: 31 Grad – herrlich! Aufgeheizt von der Sonne, ist mir dann aber nach etwas Abkühlung. Gut, dass das weltweit einzigartige Wellenbad mit Sand sowohl im als auch um das Wasser direkt vor mir liegt!

Wettrutschen mit einer Bekannten

Das Wellenbad hat mich erfrischt. Mit neuer Energie starte ich wieder los in Richtung Captain Spacemaker. Mein Ziel ist dabei aber ein anderes und heißt: Barracudas. Bei dieser Wasserrutsche ist die Perspektive eine ganz besondere, denn hier bekommt man eine Luftmatratze, legt sich darauf auf den Bauch und rast die Wasserbahn hinunter. Und weil es eine Doppelrutsche ist, kann man sich parallel dazu ein Wettrennen mit einer anderen Person liefern, die gleichzeitig die Rutsche hinunterrast.

Eigentlich wäre ich die Rutsche ohne den Wunsch nach einem Vergleich mit einem Kontrahenten gefahren. Nach der rasanten Abfahrt unten angekommen aber erkenne ich neben mir die Dame wieder, die schon im Captain Spacemaker hinter mir gesessen hat, und sie mich offenbar auch. Sie ist schneller als ich gewesen und grinst – ich lächle, nicke ihr anerkennend zu und steige aus dem Becken.

Entspannen an der Laguna de Oro

Nach meinem Wettrennen beim Barracudas probiere ich noch ein paar weitere Attraktionen aus, darunter den Jungle Jump und die Apocalypse, eine Fahrt in den wilden Wassern des Crazy River und eine etwas ruhigere beim Roatan.

Wettrutschen auf der Apocalypse im Wasserpark Caribe Bay

Daraufhin beschließe ich aber, den Tag entspannt ausklingen zu lassen, und gehe zur Playa Paraiso: Hier habe ich einen tollen Ausblick auf den Wasserfall und kann es mir auf der Terrasse richtig gut gehen lassen, bevor sich mein Tag im Caribe Bay auch schon dem Ende zuneigt.

Ein ganzer Tag im Caribe Bay – mein Fazit

Während ich das ehemalige Aqualandia unter der schwächer werdenden Nachmittagssonne verlasse, kann ich meinen Tag im Caribe Bay noch einmal Revue passieren lassen. Es war ein unglaublich erlebnisreicher Besuch, mit viel Action, einem breiten kulinarischen Angebot und auch der einen oder anderen Gelegenheit zum Ausruhen und Entspannen. Für mich hat sich der Ausflug auf jeden Fall gelohnt, und auch Familien erwartet im Caribe Bay ein breites Angebot.

Mein Fazit also: Das Caribe Bay ist ein ganz besonderer Wasserpark und definitiv eine der Sehenswürdigkeiten in Lido di Jesolo, die man nicht verpassen sollte!

Ein ganzer Tag im Caribe Bay – mein Fazit

Lido di Jesolo: Altstadt, Meer & vieles weitere zu entdecken
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